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Stresstest für Cloud-Dienste

Corona-Krise als Stresstest für Cloud-Dienste

Der plötzliche Anstieg der Fernarbeit im Zusammenhang mit der Corona-Krise ist zu einem Stresstest für Cloud-Kollaborationsdienste geworden. Bei Millionen von Mitarbeitern im Homeoffice können vorübergehende Störungen und Unterbrechungen der Cloud-Dienste die Produktivität erheblich beeinträchtigen. Eine extrem große Anzahl von Benutzeranfragen, die gleichzeitig verarbeitet werden müssen, kann zur Überlastung der Cloud-Anwendungen und Verschlechterung der Servicequalität führen.

Skalierbarkeit der Cloud-Dienste

Angesichts einer starken Zunahme von kostenlosen Videokonferenzlösungen steigt der Verbrauch der Cloud-Ressourcen dramatisch. Ohne die Cloud- und Rechenkapazitäten vorsorglich zu erweitern und skalierbar zu machen, kann das Kapazitätsproblem für Geschäftsprozesse kritisch sein: Die Kollaborationsdienste können langsam funktionieren oder im schlimmsten Fall mehrere Stunden lang nicht verfügbar sein. Ausfälle wirken sich negativ auf das Image des Cloud-Dienstanbieters sowie auf die Benutzererfahrungen aus. Ist der Cloud-Anbieter nicht in der Lage, die steigende Last zu bewältigen, kann sich der Vorfall zu einem heiklen Ereignis entwickeln.

Viele Unternehmen hosten ihre Anwendungen in den Rechenzentren führender Cloud-Infrastrukturanbieter – Microsoft Azure, Google Cloud oder Amazon Web Services (AWS). Die Ressourcen dieser Anbieter reichen aus, um die Netzwerkkapazität bei Bedarf aufzustocken. Natürlich sind die Hardware-/Netzwerkressourcen auch dieser Internetgiganten nicht unbegrenzt und müssen ausgebaut werden, um einen massiven Anstieg an gleichzeitigen Benutzersitzungen und Verbindungen zu meistern. Unternehmen, die ihren Mitarbeitern Fernarbeit verordnen, können auf ähnliche Kapazitätsprobleme der eigenen IT-Infrastruktur stoßen.

Problemen auf den Grund gehen

Manche Unternehmen versuchen, leistungsstärkere Kollaborationsplattformen erst dann bereitzustellen, wenn sie einen drastischen Anstieg der Fernzugriffe feststellen. Eine hastige, ungeordnete Einführung von Fernarbeit mit komplexen Kollaborationstools bietet Benutzern nicht die Möglichkeit, den richtigen Umgang mit solchen Tools zu erlernen. Die Anzahl der Supportanfragen wächst. IT-Administratoren müssen herausfinden, mit welchen Problemen Benutzer zu kämpfen haben – dem Unternehmensnetzwerk, den Cloud-Diensten, dem Heim-WLAN oder dem Mangel an erforderlichen Fähigkeiten, um mit der Cloud-Anwendung effizient zu arbeiten. Um Sprach- und Videokonferenzen normal zu nutzen, müssen Heimarbeiter dafür sorgen, dass ihre Computer, WLAN-Heimnetzwerke und die verfügbare Bandbreite für Online-Anwendungen ausreichen.

Fazit

Für einen reibungslosen Workflow sind nicht nur Cloud-Kapazitäten von großer Bedeutung, sondern auch weitere Faktoren wie die Ausstattung und Leistung der Endgeräte, die Bandbreite der Internetanschlüsse sowie die Benutzerfreundlichkeit der Cloud-Anwendungen.