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Das Ende des “Cloud Bursting“?

Der technologische Fortschritt macht vor niemanden halt, auch nicht vor den Cloud Infrastrukturen. Das „Cloud Bursting“ wurde in den letzten Jahren in vielen Unternehmen eingesetzt, um das Datenaufkommen sicher zu bewältigen. Neue Technologien und immer wachsendes Datenaufkommen kann diese Cloud Architektur aber in den nächsten Jahren obsolet machen.

„Cloud Bursting“ in der Praxis

Die private Cloud hat sich in vielen Unternehmen in den letzten Jahren als praktische Lösung durchgesetzt, um die anfallenden Daten zu speichern und anderen Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen. Ein Problem, das jedes Unternehmen mit einer privaten Cloud beschäftigt, ist genügend freien Speicherplatz zur Verfügung zu haben.

Desto mehr Technologie in einem Unternehmen eingesetzt wird, desto höher wird auch der benötigte Speicherplatz. Stetig wachsende Kundendaten, Produktionsdaten, ein höherer Kommunikationsaufwand und Analysedaten, erfordern immer mehr Speicherplatz.

Viele Unternehmen haben daher eine Cloud Architektur integriert, die als „Cloud Bursting“ bekannt geworden ist. Sobald der Speicherplatz auf der eigenen Cloud knapp wird, wird Speicherplatz in einer öffentlichen Cloud bereitgestellt. Es hat sich aber herausgestellt, dass solch ein hybrides System sich als sehr Komplex herausstellen kann. 

Image by Gerd Altmann from Pixabay 

Normalerweise werden zwei verschiedene Plattformen genutzt, die eine komplette Integration verhindern und auch höhere Kosten verursachen. 

Es ist klar, dass das Konzept der Bursting Hybrid Clouds einfach zu viel Komplexität und Kosten für einen Technologiestack (die Cloud) hinzufügt, als dass es von Unternehmen, die das meiste mit dem wenigsten erreichen wollen, auf breiter Basis eingesetzt werden könnte. Der kritische Übergang zu der öffentlichen Cloud, sobald die private Cloud an ihre Grenzen stößt, bietet ein großes Fehlerpotential und verursacht in den meisten Fällen erhöhte Zugriffszeiten. 

Liegt die Lösung in neuen Public Cloud Anwendungen?

Heutzutage werden von den großen Cloudanbietern Lösungen angeboten, die sich wie eine private Cloud ansprechen lassen, aber tatsächlich in den großen Rechenzentren gehostet werden. Es handelt sich dabei um Lösungen, die in den Softwareangeboten integriert werden und sich dadurch wie kleinere Versionen der Public Cloud Lösungen verhalten. 

Mit diesen Angeboten ist es unmöglich den Speicherplatz der lokalen Cloud zu überlasten, da der Speicherplatz intern und extern so integriert ist, dass die lokale Cloud nur als Zwischenspeicher genutzt wird, um die Daten in die öffentliche Cloud zu übertragen. 

Eine weitere Technologie, die das Potenzial hat die lokale Cloud Architektur zu verändern, ist das „Edge-Computing“. Sie bietet sich besonders an, wenn IoT-Geräte in das lokale Netzwerk eingebunden werden. Dieser Netzwerkansatz existiert schon seit einiger Zeit. Dafür werden Computer am „Rande des Netzwerks“ auch als legitime Server eingesetzt und bilden einen Teil der Cloud Infrastruktur. 

Der Vorteil des „Edge-Computing“ liegt in einer dezentralen Datenverarbeitung, die auch eine dezentralisierte Datenspeicherung ermöglicht. Viele Cloud Anbieter unterstützen schon das „Edge-Computing“ und bieten öffentlichen Speicherplatz für diese Lösung an. Ein weiterer Vorteil dieser Netzwerk Architektur ist, das die Netzwerke nicht neu aufgebaut werden müssen um neue Computer am Rande des Netzwerks zu integrieren. 

Es werden immer mehr Netzwerkmuster entwickelt, die die traditionelle öffentliche Cloud ablösen sollen. Im Kern geht es immer um die Verteilung von Rechenleistung und Speicherung der Daten. Die öffentlichen Cloud Anbieter werden sich auch weiterhin dem Fortschritt anpassen und bessere Lösungen anbieten. 

Bildrechte Cover Bild: Image by Bethany Drouin from Pixabay