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Ersetzt das Edge Computing die Cloud in der Kommunikation?

Bis vor Kurzem waren die Cloud Anwendungen noch die neuste Technologie, in der sich die ganze moderne Kommunikation abspielen sollte. Durch die Entstehung riesiger Netze, die auch durch den Kommunikationsbedarf der IoT-Netzwerke unter Stress gesetzt werden, scheint ein neues Konzept sich in der Zukunft durchzusetzen, das Edge Computing.

Viele Experten behaupten, dass die Informationstechnologie sich in Zukunft nicht mehr auf die großen Rechencentren beschränken wird, wie die öffentliche Cloud. Anscheinend wird eine neue Unternehmenstechnologie als Lösung für den gesteigerten Datenverbrauch gehandelt, die die Rechenleistung an den Punkten in den Systemen bereitstellen soll, an denen sie benötigt wird. 

Die Idee die Rechenleistung an den Rand der Netzwerke (Edge Computing) zu bringen, scheint auch in vielen Fällen Sinn zu machen. Wir sehen im Moment, das große Investitionen in den Ausbau der Netzwerke gemacht werden, um die Übertragungsgeschwindigkeit an vielen Orten bereit stellen zu können. Der Bedarf wird aber auch in den nächsten Jahren weiter steigen. Besonders die IoT-Anwendungen werden einen großen Anteil an dem Datenverkehr für sich beanspruchen, hinzu kommt noch der normale Datenverkehr der durch das Internet und die Kommunikationsanwendungen verbraucht wird. Warum also nicht die Rechenleistung dort zur Verfügung stellen, wo sie benötigt wird?

Zurück in die Zukunft?

Es kann der Eindruck entstehen, dass dies ein Schritt zurück ist, in eine Zeit, da Unternehmen ihre eigenen Datencenter unterhielten und die Rechenleistung in ihren Unternehmen bereitstellten. Im Edge-Computing dreht es sich aber um Knotenpunkte in den Netzwerken, die einzelne Datenklumpen sammeln, sie verarbeiten und dann erst an einen zentralen Rechner senden. Dadurch kann die Menge der übertragenden Daten reduziert werden und dadurch auch die Kosten. 

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Ein weiterer Aspekt der für das Edge-Computing spricht, ist die Sicherheit. In normalen Netzwerken, wie in einer Cloud, müssen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, um den Zutritt Unbefugter zu unterbinden. Im Edge-Computing ist der Zugriff auf die einzelnen Knotenpunkte sehr eingeschränkt und dadurch wird die Sicherheit in dem gesamten Netzwerk verbessert. Wenn der Zugang zu den Knotenpunkten nur an die entsprechenden Verbraucher eingeschränkt wird, kann die Sicherheit eines Systems nicht kompromittiert werden. Außerdem können Probleme bei der Datenverarbeitung und des Datenaustauschs schneller erkannt werden. 

Mit 5G und der Cloud in das Edge-Computing?

Eine besondere Rolle soll das Edge-Computing bei der 5G Technologie einnehmen, die für die gesamte Kommunikation wichtig werden soll. Ein Beispiel dafür können Mini-Clouds sein, die an dem Rand der Netzwerke eingerichtet werden, um die Datenübertragung leistungsfähiger zu machen und an die Geschwindigkeit der 5G Technologie anzupassen. Es entsteht also ein neuer Mix aus Tecchnologien, die die Kommunikation und den Datentransfer verbessern sollen. 

Die großen Cloud-Anbieter sollen sich schon auf die Veränderung in der Netzwelt vorbereiten und benutzer-konfigurierbare Mini-Clouds vorbereiten. Diese sollen dann in den Benutzer Netzwerken die Aufgaben als Knotenpunkte übernehmen, die das Edge-Computing ermöglichen. Dieses Modell wird dann den Mainframe Zeiten entsprechen, in dem viele Rechencenter ausgelagert wurden, um dem größeren Datenverbrauch entgegen zu wirken. 

Welche Technologie sich in Zukunft durchsetzen wird, steht bis jetzt noch nicht fest. Die Kommunikationstechnologie wird sich aber weiter in die Netzwerke verlagern und alte ortsgebundene Telefonanlagen gehören der Vergangenheit an. 

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